Mit Medi-Tapes gegen Muskelblockaden und Hexenschuss
Ob Hexenschuss, Schulter-Arm-Syndrom oder Muskelverspannungen -elastische Klebebänder können mit ihrem sanften Druck Abhilfe schaffen. Wie die Zeitschrift VITAL in ihrer Jubiläumsausgabe (4/09; EVT: 25. März) berichtet, konnte die Wirksamkeit des Medi-Tapings auch als Kinesio-Taping oder Aku-Taping bekannt - in einer aktuellen Studie an 65 Patienten bestätigt werden. "Die Tape-Behandlung war in diesen Fällen physikalischen oder medikamentösen Maßnahmen deutlich überlegen", konstatiert Studienleiter Dr. Willem Evermann, Arzt für Naturheilverfahren in Kiel. Alle Patienten hätten sich mit den Tapes schneller schmerzfrei gefühlt als mit herkömmlichen Verfahren wie Rotlicht, Massagen oder Fangopackungen.
Bereits in den 70er Jahren von einem japanischen Mediziner entwickelt, setzte sich die Methode mit den elastischen Klebebändern hierzulande vor ca. fünf Jahren durch. Das Prinzip: Durch die dehnbaren Tapes wird die Haut über mehrere Wochen fixiert, so dass sich Knochen, Muskeln und Sehnen darunter ungehindert bewegen können, quasi eine Nonstop-Massage erhalten. Lymphe und Blut fließen so besser, verkrampfte Muskeln werden stärker durchblutet, Schmerzhormone beschleunigt abgebaut. Auf diese Art können auch durch Muskelblockaden bedingte Kopfschmerzen oder Migräneattacken verhindert werden.
Verschiedene Bänderfarben sollen zudem durch unterschiedliche energetische Schwingungen eine zusätzliche Heilwirkung erzielen. Ein Effekt, der in der Studie keine Rolle spielte. "Um die Wirkung des Medi-Tapings vollständig zu verstehen und zu belegen, sind unbedingt noch weitere Untersuchungen notwendig", sagt Experte Dr. Evermann. Abzuraten ist in jedem Fall davon, die vergleichsweise günstigen Tapes in Eigenregie anzulegen. Um das Medi-Taping wirkungsvoll einzusetzen bedarf es exakter Anatomiekenntnisse sowie des richtigen Zuges der Bänder.