Wer oft unter Stress steht, muss auch abschalten können, sonst schadet es seiner Gesundheit Mit einer Entspannungstechnik für Ihren Typ
lernen Sie, gelassener zu werden.
Entspannungstechniken für drei verschiedene Stress-Typen:
Emotionaler Typ
Fällt es Ihnen schwer abzuschalten und Grübelei belastet Sie,
dann sind Sie ein Typ, der sich start von Emotionen leiten lässt.
Mit autogenem Training und Atemtherapie gelingt es meist am
besten abzuschalten.
Autogenes Training
Beim autogenen Training erreichen Sie durch Autosuggestion
(Sie sagen dabei: Ich bin ganz ruhig, der ganze Körper ist schwer) und Vorstellungskraft (Sie fühlen Wärme und Kühle)
eine tiefe körperliche Entspannung und innere Ruhe. Geübte können Muskelspannung, Puls und Atmung beeinflussen. Das regelmäßige Training wirkt auf das Gefühlsleben und die Stimmung ausgleichend. Es wird unter anderem bei folgenden Erkrankungen eingesetzt: Magen-Darm-Erkrankungen, Schlafstörungen und Herz-
Kreislauf-Beschwerden. Wer autogenes Training erlernen will, sollte sich von einem ausgebildeten Lehrer anleiten lassen, z.B. bieten Krankenkassen und Volkshochschulen Kurse an.
Atemtherapie
Diese Methode versucht die Vorgänge beim Atmen bewusst zu machen und zu verbessern. Atemübungen können helfen, den Spannungszustand von Muskeln, Blutgefäßen und Bindegewebe zu normalisieren.
Zellstoffwechsel, Herztätigkeit und Blutzirkulation werden
unterstützt.
Viele Menschen atmen falsch, durch Hetze, Stress oder einer verkrampften Körperhaltung kommt es dazu, dass die Atmung immer
flacher wird und dadurch sinkt die Sauerstoffversorgung.
Eine Anleitung für die richtigen Übungen finden Sie bei geschulten Fachkräften z.B. Atempädagogen oder Atemtherapeuten.
Körperlicher Typ
Wenn Sie Wert legen auf eine gute Körperwahrnehmung und bei
Bewegung am besten entspannen, dann ist Yoga und Tai-Chi für
Sie besonders gut geeignet.
Yoga
Dreh-, Dehn- und Beugebewegungen machen Yoga zu einer besonderen Form des Körpertrainings. Es fördert die Körperbeherrschung
und führt zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit. Die Übungen
werden langsam und bedächtig ausgeführt. Es gibt über 80 klassische Yoga-Stellungen. In jeder Position wird verharrt, bis die Stellung unangenehm wird. Yoga intensiviert die Atmung, steigert die Konzentrationsfähigkeit, dehnt und kräftigt die Muskeln. Durch ein regelmäßiges Training werden Sie deutlich beweglicher und gelenkiger.
Kurse werden unter anderem von der Volkshochschule und Gesundheitszentren
angeboten.
Tai-Chi
Tai-Chi ist eine Jahrtausendealte chinesische Bewegungskunst.
Sie besteht aus einer Folge weicher und fließender Bewegungen,
die mit einem in Zeitlupe ausgeführten Tanz verglichen werden
kann.
Die Bewegungen gehen ineinander über. Wichtig ist dabei ein
gleichmäßiger Atemfluss. Tai-Chi führt zu innerer Ausgeglichenheit,
körperlichem Wohlbefinden und stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte.
Außerdem fördert es den Gleichgewichtssinn.
Kurse bieten unter anderem Volkshochschulen oder spezielle Zentren für
traditionelle chinesische Medizin an.
Rationaler Typ
Sie brauchen eine möglichst effektive und schnell erlernbare
Entspannungstechnik, die Sie überall und jederzeit anwenden
können. Außerdem interessiert es Sie was dabei in Ihrem Körper
passiert.
Hier eignet sich Muskelentspannung und Biofeedback.
Muskelentspannung
Die progressive Muskelentspannung nach Jacobson, ist eine relativ
einfach zu erlernende Entspannungstechnik, bei der schnell Erfolg
erzielt wird. Dabei werden nacheinander 16 verschiedene Muskelgruppen
des Körpers für fünf bis sieben Sekunden angespannt und wieder
für 20 bis 30 Sekunden entspannt. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis,
dass bei der Anspannung und anschließender Entspannung eines
Muskels der Muskeltonus (Muskelspannung) sinkt. Sie werden lockerer
und sind somit gegen Nervosität und Stress besser gewappnet.
Beispielsweise ballen Sie Ihre Hand zur Faust oder runzeln die
Stirn und ziehen die Augenbrauen hoch. Nach längerem Training
soll es gelingen nur durch Vorstellungskraft die Muskelgruppen
zu lockern. Die Behandlung wird auch von Krankengymnasten oder
Schmerztherapeuten eingesetzt unter anderem bei Kopfschmerzen, Nervosität
und Einschlafstörungen.
Biofeedback
Hier lernen Sie mit Hilfe eines Computers die Körperfunktionen
willentlich zu beeinflussen. Sensoren am Körper messen z.B. die
Muskelspannung im Nacken, den Hauptwiderstand oder die Herzfrequenz.
Die Werte werden grafisch umgewandelt, unterstützt durch wechselnde
Ton- oder Lichtsignale. Somit können Sie sehen und hören was
in Ihrem Inneren vorgeht. Die Wahrnehmung wird dadurch geschärft
und es ermöglicht Ihnen in wenigen Stunden wichtige Körperfunktionen
unter Kontrolle zu bringen. So können Sie stressbedingte Anspannungen
loswerden. Biofeedback wird meist im Rahmen einer Therapie von
Psychotherapeuten oder Universitätskliniken durchgeführt.
Kurse bieten u.a. Volkshochschulen an. |